Melanchtongemeinde Malsch

Schwieriger Anfang vor 50 Jahren

Obwohl die Geschichte der evangelischen Christen in Malsch bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, ist die evangelische Melanchthongemeinde eine recht junge Kirchengemeinde. Aus den Chroniken ist zu entnehmen, dass es in Malsch bereits im Jahre 1549 einen evangelischen Prediger gab. Bis ins Jahr 1623 blieb Malsch ein rein protestantisches Dorf. Mit dem Ende des 30jährigen Krieges wurde dann der katholische Markgraf von Baden-Baden wieder eingesetzt und Malsch war seit dieser Zeit überwiegend katholisch.


Die Urkunde zur Grundsteinlegung 1955


Einweihung der Melanchthonkirche 1956


Nach der Renovierung im Jahr 2002


Nach dem Foyerneubau im Jahr 2009


Der Evangelische Kindergarten


Gemütliches Beisammensein
im Café Kikeriki

Ab 1888 wurden die wenigen evangelischen Gemeindemitglieder, die nach und nach im Ort ansässig wurden, von Durmersheim mitbetreut.

Diese Situation änderte sich schlagartig nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele der Heimatvertriebenen, die sich hier niederließen, gehörten der evangelischen Konfession an. Die Zahl der Gemeindemitglieder schnellte in kurzer Zeit auf über 500 empor.

Für die Gottesdienste, die alle zwei Wochen am Sonntag Nachmittag gefeiert wurden, stellte die politische Gemeinde den Trausaal des Rathauses und die katholische Gemeinde die Friedhofskapelle zur Verfügung. Auch Konfirmationen fanden nun nicht mehr in Durmersheim, sondern in Malsch statt. Nach wie vor betreuten jedoch die jeweiligen Pfarrer aus Durmersheim die evangelischen Christen in Malsch.

Da die Kirchengemeinde weiter anwuchs, fasste der damalige Kirchengemeinderat unter Leitung von Herrn Pfarrer Dörsam am 2.2.1947 den Entschluss zum Neubau eines eigenen Gotteshauses.Der Antrag fiel also in eine schwierige Zeit, und die Verantwortlichen mussten sicherlich viel Kraft und Mut aufbringen, um den Bau der Kirche zu planen und durchzuführen. Nach weiteren sieben Jahren wurde schließlich am 22.7.1955 der Grundstein gelegt.

Die Bauarbeiten gingen zügig voran und bereits am 11.11.1956 wurde die neue evangelische Kirche von Landesbischof Julius Bender eingeweiht. Mit dem Bau der Kirche war auch der Grundstein für eine eigene Pfarrstelle gelegt, und man entschloss sich zum Bau eines Pfarrhauses. Am 5.Juli 1964 erfolgte die Amtseinführung des ersten Pfarrers - Heinz Webel.

Den Namen Melanchthonkirche erhielt die Kirche jedoch erst zum 10jährigen Jubiläum am 11. November 1966. Im selben Jahr wurde auch das dritte große Bauprojekt, das die Kirchengemeinde inzwischen in Angriff genommen hatte, fertig gestellt: Im Mai 1966 wurde der Evangelische Kindergarten eingeweiht und „in Betrieb genommen“.

Insbesondere durch Zuzüge wuchs die Gemeinde kontinuierlich und zählt inzwischen über 2000 Mitglieder. Und so hat sich aus den kleinen und bescheidenen Anfängen ein reges Gemeindeleben mit vielfältigen Aktivitäten entwickelt.

Da die vorhandenen Räumlichkeiten für die gewachsene Gemeinde nicht mehr ausreichten und das Kirchengebäude an mehreren Stellen renovierungsbedürftig war, beschloss der Kirchengemeinderat im Jahr 2000 die Renovierung der Kirche und den Anbau eines neuen Gemeindesaales. Seit der Fertigstellung im Jahr 2002 bieten sich so erheblich mehr Möglichkeiten für die Gemeindearbeit, die auch intensiv genutzt werden.

Philipp Melanchthon

Der Namensgeber unserer Kirche war jener Reformator, der sich wie kein anderer für die Einheit der Kirche eingesetzt hat - ein Zeichen auch für das Miteinander der Konfessionen am Ort. Mehr Informationen über Philipp Melanchthon.

Donnerstag, 26.04.2018

Vortrag zum Rüstungsexport in deutscher Verantwortung

Vortrag zum Rüstungsexport in deutscher Verantwortung Im Vorfeld zum Friedensstaffellauf laden wir ein zu einem Vortrag mit Herrn Kiflemariam Gebrewold. Er ist in der badischen Landeskirche Referent für Rüstungskonversion und Rüstungsexportfragen. ... weiterlesen