Melanchtongemeinde Malsch

Lesepredigt zum 6. Sonntag nach Trinitatis

von Pfarrer Claudius Zeller
19. Juli 2020

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Eingangswort

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Der 6. Sonntag nach Trinitatis steht ganz im Zeichen der Taufe.

Er erinnert an den Auftrag Jesu, Menschen zu taufen, und an das Geschenk, das am Beginn des Lebens als Christ und Christin steht: Jesu Leben, Sterben und Auferstehen gilt mir, mein Leben ist vor Gott rein und gut. Über meinem Leben steht die Zusage: „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“


Psalm 139

HERR, du hast meine Nieren bereitet *
und hast mich gebildet im Mutterleibe.

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; *
wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

Es war dir mein Gebein nicht verborgen, / da ich im Verborgenen gemacht wurde, *
da ich gebildet wurde unten in der Erde.

Deine Augen sahen mich, *
da ich noch nicht bereitet war,

und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, *
die noch werden sollten und von denen keiner da war.

Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz; *
prüfe mich und erkenne, wie ich‘s meine.

Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, *
und leite mich auf ewigem Wege.

Psalm 139, 13–16.23–24


Schriftlesung: 5 Mose 7, 6-12

Du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. 7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat der HERR euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust. Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat.


Lesepredigt

Liebe Leserin, lieber Leser,
in der Ferienzeit, die demnächst beginnt,
werden viele sich ans Meer oder in die Berge aufmachen.
Der Urlaub bietet hoffentlich Raum,
zu sich zu kommen und die Natur draußen zu erleben.
Wenn man Glück hat, gehören auch die klaren Sternennächte dazu.
Wer solch eine sommerliche Sternennacht erlebt, kommt unmittelbar ins Staunen.
Je dunkler die Umgebung, desto eindrucksvoller
der bestirnte Himmel im unermesslich großen Kosmos.

Manchmal hat das eine befreiende Wirkung:
All die Sorgen, all die Probleme, die sich im Alltag so großmachen,
sind doch angesichts dieser Dimensionen eigentlich ganz klein.
Manchmal kann es einem aber auch
einen Schauer über den Rücken jagen.
Sind wir nicht verloren in diesen unendlichen Räumen?
Die Sterne ziehen ungerührt ihre Bahn, egal, was mit uns ist.
Das, was meist ein flüchtiger Gedanken während eines Sommerurlaubs bleibt,
das war für das Volk Israel ein andauerndes bedrängendes Lebensgefühl.
Das wandernde Israel hatte viele tausend Nächte unter dem freien Himmel zugebracht,
ohne zu wissen, wohin.
Und wer einmal im Sinai-Gebirge umhergewandert ist,
wer die Wüstengebiete Israels kennt,
wird sich vorstellen können, wie sich das angefühlt haben muss,
ohne GPS-Gerät, Auto und feste Behausung,
in provisorischen Zelten, umherirrend - 40 Jahre lang, so sagt uns die Bibel.
Sie erzählt auch, dass Mose an der Schwelle zum Gelobten Land
eine Predigt gehalten hat. Einen Teil davon ist die heutige Schriftlesung.
Diese Predigt ist nicht das Selbstzeugnis einer starken, machtbewussten Nation,
die sich ihrer Rolle in der Welt und in der Geschichte gewiss ist.
Es spiegelt viel mehr das nicht enden wollenden Ringen darum,
überhaupt da sein zu dürfen.
Denn anders als die anderen Völker,
war Israel eben nicht stark, gut ausgestattet und organisiert.
Es war nicht mehr als eine kleine Gruppe entkommener Sklaven,
zu der sich andere randständige Gruppen gesellt hatten,
ein Haufen ermüdeter, desorientierter Menschen,
die zu diesem Zeitpunkt schon Jahrzehnte der Flucht
und des Überlebenskampfes hinter sich hatten;
die erfahren mussten, dass sie nirgendwo willkommen sind.
Und sie fragen sich: Wer sind wir eigentlich? Sind wir überhaupt jemand?
Was hält uns zusammen? Was gibt dem allen einen Sinn?
Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind. 7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker – denn du bist das kleinste unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat.“

Liebe Leserin, lieber Leser,
geliebt zu sein: das ist der 1. Artikel im Grundgesetz Israels und aller, die glauben wollen.
In den Weiten der Welt einen Bezugspunkt zu haben.
Keine abstrakte, theoretische Überzeugung,
kein höheres Wesen irgendwo hinter den Sternen,
sondern ein Du, das sieht, das erkennt, das will, mich will, mich erwählt, das liebt.
Das ist der Glaube, den Israel dieser Welt geschenkt hat.
Für uns Heutige klingt das Wort Erwählung aber auch zwiespältig,
so oft ist dieser Gedanken bis zur Unkenntlichkeit deformiert worden.
Immer wieder haben religiöse und scheinreligiöse Gruppen
mit dem Hinweis auf eine vermeintliche Erwählung,
ein höheres Recht beansprucht und damit Unrecht gerechtfertigt.
Hitler hat sich als Erwählter der Vorsehung verstanden,
und für ihn hatte die Vorsehung das deutsche Volk erwählt,
weil es angeblich stärker, überlegener war als all die anderen Völker.
Aber die Erwählung, von der die Bibel spricht,
verbindet sich nicht mit dem Gedanken der Überlegenheit. Im Gegenteil:
„Nicht weil ihr größer wäret als alle Völker hat Gott euch erwählt– denn du bist das kleinste
unter allen Völkern –, sondern weil er euch geliebt hat.“
Die Liebe Gottes sucht nicht das Besondere.
Die Liebe macht besonders.
Gerade das Unvollkommene, Ungesehene, Unbeachtete wählt er,
und gibt ihm Bedeutung.
Im tiefsten Grund meint Erwählung nichts anderes als:
Meine Liebe meint Dich.
Wir hören diese Worte des Moses als Christen.
Wir erkennen in ihnen den Gott wieder,
auf den auch wir uns im Namen Jesu berufen.
Wir erkennen die gleiche Gnade der Erwählung
in dem wieder, was jedem Getauften zugesagt wird.
Aber machen wir uns nichts vor:
Wir stehen genau wie Israel in seinen Wüstennächten
vor der gleichen tagtäglichen Herausforderung,
diesen Glauben zu bewahren.
Denn dass dieser Glaube in all den Wüstennächten überlebt hat,
ist alles andere als selbstverständlich gewesen.
Es war vielmehr unwahrscheinlich, in einer Welt,
die sich auch im Angesicht von Schmerz und Tränen gleichgültig weiterdreht.
Jeden Tag bekommen wir
die Bedeutungslosigkeit des Einzelschicksals vor Augen geführt.
Ich bin nur einer oder eine von Vielen. Ein kleines Rädchen im Getriebe.
Täglich geht das Schicksal über Menschen hinweg und jeder ist ersetzbar.
Menschen, und sogar Völker, versuchen mit dieser herzlosen Wahrheit
auf je ihre Weise umzugehen.
Entweder versuchen sie sich zu behaupten,
sich einen Namen zu machen, sich selbst eine Bedeutung zu geben.
Sie arbeiten daran, stärker, größer, geschickter und klüger zu werden.
Oder sie suchen nach der Anerkennung und Liebe bei anderen,
etwa den Menschen an ihrer Seite.
Wenn unser Schicksal schon das Große und Ganze nicht interessiert,
wollen wir wenigstens einen oder einige wenige Menschen finden,
für die wir Bedeutung haben.
Ich suche nach den Menschen, die mich meinen.
Nach dem, der mich erwählt,
nicht weil ich etwas darstelle oder habe,
sondern weil ich bin.
Einen, der mich erwählt,
trotz meiner Schwächen, Fehler, Ecken und Kanten.
Manchmal suchen wir ein Leben lang.
Und manchmal fühlen wir uns sogar bei den nächsten Menschen an unserer Seite
ungesehen und ungeliebt, nicht erwählt,
werden manchmal sogar abgewählt und ausgetauscht.

Liebe Leserin, lieber Leser,
wenn wir bei einer Taufe den Täufling, sei es ein Kind oder ein Erwachsener,
mit dem Wasser der Taufe berühren
und den Namen des dreieinigen Gottes über ihm aussprechen,
dann berühren wir ihn mit einer besonderen Wahrheit und Wirklichkeit,
die dieser Erfahrung der Bedeutungslosigkeit widerspricht;
einer Wahrheit, die den Täufling umschließt und einhüllt,
ein ganzes Leben und darüber hinaus.
Und diese Wahrheit sagt:
Dass du da bist, atmest, dass dein Herz schlägt,
hat den tiefsten Grund darin, dass du geliebt bist.
Du bist erwählt. Das sollst du wissen, egal, was dir begegnet.
Diese Wahrheit gilt uns ein Leben lang.
Oft genug aber fällt es uns schwer, in Kontakt mit dieser Wahrheit zu kommen
und noch schwerer, mit ihr in Kontakt zu bleiben.
„Gott liebt dich.“
Manchmal klingt dieser Satz wie eine fromme, erbauliche Formel,
die letztlich wenig bedeutet und nichts bewirkt.
In seiner Predigt an das Volk Israel
erinnert Mose an den Weg, den Israel zurückgelegt hat,
an die Befreiung aus der Sklaverei und an die Bewahrung in der Wüste.
Wenn Israel sich der Liebe Gottes vergewissern wollte,
so schaut es nicht zuerst in den Sternenhimmel, sondern in seine eigene Geschichte.
Vielleicht beginnt die Wahrheit von der Liebe Gottes erst zu uns zu sprechen,
wenn wir anfangen, unsere persönliche Geschichte
als eine Geschichte des Geliebtseins zu lesen.
Das fällt uns nicht einfach zu. Wir müssen lernen, unser Leben daraufhin zu entziffern.
Dabei geht es nicht darum, das Schwere zu leugnen, die Verwundungen kleinzureden,
die Dinge zu überspielen, die wir auch nach Jahren kaum verstehen.
Aber Spuren bewahrender, stärkender segnender Liebe durchziehen jedes Leben.
Auch die - gerade die - die Schweres erleben mussten, bezeugen es.
Es gilt diese oft verdrehten, oft unsichtbaren und doch wirksamen
roten Fäden der Liebe Gottes zu erkennen, sie aufzunehmen und weiterzuspinnen.
Wenn du dein Leben durchgehst:
Was kannst du darin als Gnade des Geliebtseins erkennen, die Gott dir geschenkt hat?
Und welchen Faden willst du weiter ausziehen, hineinweben in den Teppich deines Lebens?
Damit dieses Geliebtsein nicht zu einer abstrakten toten Glaubensformel wird,
gehört aber noch etwas anderes dazu: unsere Antwort.
„So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen. So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust.“
Mose erinnert in seiner Predigt an das Erwählt- und Geliebtsein
als Ausgangspunkt einer lebenslangen Bindung.
Aber diese Bindung soll ein Bündnis sein: Etwas, das auf Wechselseitigkeit beruht.
Israel hat immer wieder die Erfahrung machen müssen,
dass sie die Freiheit bewahren konnte,
wenn es sich selbst auch zu dieser Bindung bekannte und sie pflegte.
Wo sich diese Bindung lockerte, war man schnell den Götzen verfallen
und verlor sich an sie.
Natürlich: Wir können als Christen nicht jedes Wort der Predigt des Moses mitsprechen. Dass Gott den Hass mit Hass beantwortet,
wird später schon im Alte Testament selbst überwunden.
Auch Jesus lehrt: Die Liebe Gottes ist unbedingt,
selbst dann, wenn wir uns von ihr abwenden.
Und dennoch wartet ja die Gnade des Geliebtseins auch auf eine Resonanz.
Für Israel bestand diese Resonanz im Hören und Befolgen der Gebote, der Thora.
Auch die Zusage des Geliebtseins in der Taufe wartet auf eine Antwort.
Gott erwählt uns und er wartet auf unser „Ja, ich nehme die Wahl an.“
Zweifellos: Es fällt uns oft schwer, dieses Ja aus vollem Herzen zu sprechen.
Immer wieder melden sich die Gegenstimmen
und wir rennen doch wieder denen hinterher,
die uns Liebe und Anerkennung versprechen,
und uns am Ende nur ausnutzen und verbrauchen.
Die Taufe ist der Beginn eines neuen, besonderen Weges.
Der Weg der Taufe besteht genau darin,
immer mehr aus dem Ja Gottes zu leben
und immer mehr zum eigenen Ja zu dieser Liebe zu finden.
So besteht die Chance, dass wir immer unabhängiger und freier werden
von den Gegenstimmen, die wir in unserem Leben auch so oft erfahren müssen.
Was ist das für eine Befreiung aus diesem Ja heraus zu leben:
Wenn wir unser Leben nicht mehr
als ein lebenslanges Ringen um Liebe und Anerkennung verstehen würden,
sondern wenn wir unser Leben als Antwort leben könnten.
Als eine Antwort auf die Liebe, mit der wir schon längst beschenkt wurden
und immer wieder beschenkt werden.
Für Jesus bestand die ganze Antwort auf diese geschenkte Liebe Gottes darin,
dass wir weitergeben, was wir geschenkt bekommen haben.
Es war für ihn eine ganz einfache, natürliche Sache.
Du empfängst die Liebe, mit der Gott dich trägt. Dann gib sie weiter.
Du lebst davon, dass dir immer wieder vergeben wird, also gib die Vergebung weiter.
In Zeiten, in denen es so oft darum geht sich zu bedienen,
ist das vielleicht die Antwort derer, die an die Solidarität Gottes zu glauben versuchen.
Zu bezeugen: Dass das Leben Sinn macht,
im Empfangen und Weitergeben der Liebe, zu der wir gehören.


Liebe Leserin, lieber Leser,
vielleicht haben Sie die Gelegenheit
in den nächsten Wochen unter einem klaren Sternenhimmel zu stehen.
Wie anders kann man hineinschauen, wenn man wagt zu glauben,
dass diese Weiten von dem geschaffen wurden,
von dem es in dem Lied „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ in der 3. Strophe heißt:
„Kennt auch dich und hat dich lieb.“


Amen.


Lied 200

1. Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott Vater, Sohn und Heilger Geist;
ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt.
Ich bin in Christus eingesenkt, ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2. Du hast zu deinem Kind und Erben, mein lieber Vater, mich erklärt;
du hast die Frucht von deinem Sterben, mein treuer Heiland, mir gewährt;
du willst in aller Not und Pein, o guter Geist, mein Tröster sein.

4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn;
wenn aber ich ihn überschreite, so lass mich nicht verlorengehn;
nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall getan.


Fürbittengebet

Herr, unser Gott,
deine Liebe übersieht keinen,
keinen Verbitterten, keinen Enttäuschten,
keinen der von seinem Leben nichts mehr erwartet,
keinen, der von dir nichts wissen will, keinen von uns.

Deine Liebe geht an keinem vorbei,
an keinem Schuldigen, an keinem, dem wir nichts mehr zutrauen,
an keinem, der meint, für ihn sei niemand mehr da, an keinem von uns.

Gott, wir danken dir dafür und bitten dich:
Bleibe bei uns, wenn wir dich aus den Augen verlieren.
Hilf uns mit anderen so weitherzig zu sein, wie du mit uns weitherzig bist.
Wecke in uns den Glauben, der niemanden aufgibt;
die Hoffnung, die sich durch nichts beirren lässt;
die Liebe, die keine Grenzen kennt.
Lass uns in allem so gesinnt sein, wie Jesus Christus gesinnt war.

Amen.

 

Vater unser …


Segen


Der Herr segne uns und behüte uns.
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
Der Herr erhebe sein Angesicht über uns und gebe uns Frieden.

Amen

 

 

Montag, 15.11.2021

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In der Zeit vom 11. November bis 15. November 2021 findet in unserer Gemeinde wieder die jährliche Kleidersammlung für die Bodelschwinghschen Anstalten Bethel statt. ... weiterlesen