Melanchtongemeinde Malsch

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Samstag, 01.12.2018

Hunger nach Gerechtigkeit

Kinderarbeit? Lehnen die meisten ab.

Nicht nur bei uns, sondern oft auch Eltern, deren Kinder trotzdem schuften müssen, damit die Familie überhaupt über die Runden kommt. Früher hatte Ali Sesay aus Sierra Leone keine Wahl: Es gab nie genug zu essen, deshalb mussten seine Kinder mitarbeiten: stundenlang Säcke schleppen, Obst verkaufen am heißen, staubigen Straßenrand. Schuluniform und Bücher? Viel zu teuer – ein Schulbesuch war undenkbar!

Heute verdienen er und seine Frau genug. Alle werden satt. Ihre Kinder können in die Schule gehen und auch spielen. Die Begegnung mit Mitarbeitern von SIGA, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, war für die Dorfbewohner das Schlüsselerlebnis: Sie erfuhren, was sie wissen müssen, über verbesserte Anbaumethoden, mit denen alle trotz Trockenheit und Klimawandel ausreichend ernten können. Dazu noch Ziegen- und Hühnerzucht – jetzt gibt es nicht nur gesundes Essen, sondern auch bescheidene Überschüsse, die auf dem Markt verkauft werden und so zum Familieneinkommen beitragen.

Aus den Nachrichten kennen wir Sierra Leone als eines der ärmsten Länder der Erde. In den vergangenen Jahren hat es im Zusammenhang mit dem verheerenden Bürgerkrieg (1991–2002) und der Ebola-Epidemie (2014 bis 2016) traurige Berühmtheit erlangt. Dort, wo Ali Sesay lebt sind Krieg und Seuchen keine abstrakten Begriffe, sondern für viele ein Teil der eigenen Lebensgeschichte, oft voller Leid.

Umso wichtiger sind Angebote wie die von SIGA: Berufsausbildungen für Jugendliche, Kurse in Landwirtschaft für die Erwachsenen eines ganzen Dorfes, gegenseitige Ermutigung und das gute Gefühl, nach dem schrecklichen Krieg jetzt wieder auf eigenen Füßen zu stehen und gut für die Familie sorgen zu können: Allen geht es besser, das stärkt die Dorfgemeinschaft und eröffnet auch den Kindern gute Zukunftsaussichten.

Ihre Spende hilft, dass noch mehr Menschen sich ein gutes Leben aufbauen können.

Herzlichen Dank!

Ihr Volker Erbacher, Pfr., Diakonie Baden

 

 

Das bewirkt Ihre Spende:

Schulutensilien je Kind: 50 Euro
(2 Schuluniformen, 1 Tasche, 24 Hefte, Bücher, Geometrie-Set, Stifte, Kugelschreiber und Radiergummis)

Gemüsesamen (Gurken, Tomaten, Paprika, Okra, Auberginen) für 50 Bäuerinnen: 90 Euro

Reis-Saatgut für zehn Kleinbauernfamilien: 180 Euro

 

 

 

Spendenkonto:

Brot für die Welt

Bank für Kirche und Diakonie

IBAN: DE10 1006 1006 0500 5005 00

BIC: GENODED1KDB