Melanchtongemeinde Malsch

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Montag, 02.12.2019

61. Aktion "Brot für die Welt" startete am 1. Advent


Bio-Bananen für den Fairen Handel

Wenn das, was man "schon immer so" gemacht hat, nicht mehr funktioniert, muss etwas Neues her. Früher lebte die Familie von Francisco und Elisabeth Vìlchez im Valle del Chira in Peru mehr schlecht als recht von dem, was ihr Acker hergab. Alle mussten mithelfen, trotzdem hat es hinten und vorne nicht gereicht.Die Schwestern Lorena und Daritza haben Ihre Eltern dazu motiviert, sich trotz des Gespötts der Nachbarn auf das Wagnis einzulassen.  
„Bananenstauden? – Was soll das?“ Heute spottet niemand mehr. Denn der Familie geht es gut. Mithilfe von CEDERAS Norte, einer Partnerorganisation von Brot für die Welt, konnten Sie sich Schritt für Schritt eine gute Zukunft aufbauen: Bio-Bananen für den Fairen Handel.
Eine Anschubfinanzierung und Schulungen ermöglichten die Umstellung und der Kontakt zu anderen Fairtrade-Bananen-produzenten sichert Ihnen den Absatz zu fairen Preisen. Das Einkommen der Familie hat sich mehr als verdoppelt, die er-wachsenen Töchter müssen nicht mehr auf der Plantage der Eltern mitarbeiten, sondern gehen eigene Wege: Danitza, die Älteste, produziert jetzt auf ihrem eigenen Land mit ihrem Mann zusammen ebenfalls Bananen und Lorena, die Jüngste, hat als erste in der Familie eine weiterführende Ausbildung absolviert. Mit ihrem Studium in der Tasche warten gut bezahlte Jobs in der nahen Hauptstadt auf sie. Ein echter Aufstieg. Schulgeld und Studiengebühren kamen übrigens ebenfalls von der Bananenproduzenten-Vereinigung.
Dass durch den wirtschaftlichen Wandel auch die Frauen in der Familie immer mehr mitentscheiden, hat Francisco längst akzeptiert: „Ohne meine Töchter würden wir immer noch so leben wie früher. Da stört es mich nicht, wenn einige im Dorf sagen, dass bei uns in der Familie die Frauen bestimmen.“